Ganz Großes Herrenscrabble oder
falsches Subjektbewusstsein

Intelektuelle Sternstunde zum Morgenkaffee (der zu dünn war): Der Fraktionsvorsitzende einer bürgerlichen Partei hat Frust, weil er am Wahlabend nirgends sein Gesicht in Kameras halten darf und macht sich über die ehrenamtlichen Arbeiter eines selbstverwalteten Kulturzentrums her. Der Verein möchte einen Vertrag, der ihn entlastet, damit er wieder Kultur machen kann statt überwiegend Parties zu organisieren und jede Ausgabe dreimal durchzurechnen. Nicht mit diesem fraktionsvorsitzenden Bürger. Der stellt mit Donnerschreibe fest, bisher gebe es „lediglich 600 Unterschriften des Vereins, die einen Vertragsbruch andeuten.“ Fragt man sich, wie die das machen, so eine Andeutung, diese frechen Unterschriften.
Die weiter unten stehende und in Kenntnis der Tatsache, dass der Verein quasi die halbe Kulturarbeit (und wie ich betone die gesamte interessante) der Stadt schmeißt, aufgestellte Behauptung, der Verein sei nicht gemeinnützig, weil er kein e.V. hinterm Namen habe, kommt da nur auf den zweiten Platz. Denn das ist eine absichtliche Dummheit und die sind nur halb so komisch.