Archiv für April 2010

Weil sie in der Ausländerbehörde arbeitet, hat eine Aachenerin in einem Café kein Frühstück erhalten. Die Stadt sieht hierin einen Verstoß gegen das Antidiskriminierungsgesetz. Vor dem Gesetz sind eben alle gleich. Oury Jalloh und Jürgen Rieger zum Beispiel. Oder Rosa Luxemburg und Hermann Souchon.


http://www.az-web.de/news/kurioses-detail-az/1268922?_link=&skip=&_g=Kein-Fruehstueck-fuer-Mitarbeiterin-von-Auslaenderbehoerde.html

Betrieb

Angenommen, ich würde Jeff Koons nach irgendeinem total hippen Event auf der Straße auflauern und würde ihm dort gepflegt auf die Fresse hauen und ich würde überdies S. oder H. bitten, mich dabei zu filmen. Wäre das dann ein subversiver Kommentar zum Kunstbetrieb und eine Kunstperfomance, die in ihrer Radikalität ihresgleichen sucht? Und wäre das dann der erste Schritt auf dem Weg zu Ruhm und Geld?

Wenn eine auf einer Internet-Sozialplattform berichtet, sie habe bald ein Vorstellungsgespräch und ein anderer darauf kommentiert „Sei wie Du immer bist, dann bekommst Du die Stelle!“ ist das dann eine ganz furchtbare Gemeinheit oder ein total lieb gemeintes Lob?!

Vaterstaat

Aus einem Flyer, der für den Aktionszug „Das Begräbnis oder DIE HIMMLISCHEN VIER“ zu werben versucht:

Auf dem dritten Wagen fahren Gestalten mit, die noch nicht wissen wollen, für und gegen wen sie sind. Dann kommt ein Wagen mit Arbeitern und einer mit Jugendlichen. „Wir haben kein Vaterland zu verteidigen!“ erklären sie in Deutsch, Tschechisch und Polnisch und treten für die Souveränität der Tschechischen Republik und Polens ein. (…)